Sytiroler Obstkiste mit Luftschlitzen, zusammen genagelt aus dünnen Holz-Brettlen
Hier gehen sie dahin, die guten alten Steigen. Das Bild ist vom 9. August 2024, als bei einem Umbau eines alten Hauses geräumt wird. Links im Bild ist das neue Sytirol zu sehen, das mit dem alten und Seinen „Epflsteigen“ (Apfelkisten) nichts mehr zu tun hat.
Für viele von uns Buben, die in den 1950er und 1960er Jahren aufgewachsen sind, gehörte das Nageln von Steigen zu einem der ersten Broterwerbe. Lange zuvor hatten wir uns bei der Apfelernte nützlich gemacht und die Steigen „auspapiert“. Auf den Steigenboden gehörte ein grobes, blau-violettes Papier ausgelegt, und an den Seiten hatten zwei überlappte graue Papiere zu stehen, die oben einen wellenförmige Rand hatten, der an die feinen Spitzen eines Obstkorbes erinnern sollte. Erst danach kippte der „Klauber“ (Pflücker) vorsichtig seinen „Tschaggl“ (Pflücktuch) in die Steige, mit all den glänzend roten oder blassgelben Äpfeln. Das geschah meist noch unter dem weit ausladenden, großen Apfelbaum auf der Wiese, nicht erst im „Magazin“ (Obstlagerhalle) wie später, in der Zeit der hölzernen Großkisten.