In den April geschickt. Alter Brauch.
Schon vor 150 Jahren wurde das in den April schicken als uralter Brauch bezeichnet. Dazu Artikel und Erklärung aus den Innsbrucker Nachrichten vom Jahr 1868 (newseum).
Innsbrucker Nachrichten 11. April 1868
Mannigfaltiges.
(Der erste April.) Es ist gewiß Niemanden die althergebrachte Gewohnheit unbekannt, daß man einander am obgenannten Tage anzuführen sucht. Der Angeführte erhält dann den Titel Aprilnarr oder Aprilochs. Ein solches Loos trifft nicht blos Einfältige und Leichtgläubige, auch Kluge lassen sich mitunter in den April schicken.
Als Ursprung dieser Gewohnheit wird verschiedenes angegeben. Einige leiten es von einem heidnischem Feste her, welches dem Gotte des Lachens gefeiert wurde, andere aus jenen Zeiten, in der man in der römisch katholischen Kirche so manches aus der Passion Christi nachzuahmen pflegte, wo es wohl dies Hin- und Hergeschickt werden Christi von Hannas zu Kaiphas, von Pontius Pilatus zu Herodes bedeuten sollte. Andere endlich halten es für ein Ueberbleibsel alter Erziehungskunst, von den Vorfahren angewendet, um die Kinder behutsam zu machen, daß sie sich nicht so leicht hinter das Licht führen lassen.
Quelle digital.tessmann.it Link
Redewendung
Apropos „Pontius Pilatus zu Herodes“:
Es gibt in Tirol ja die alte Redewendung, jemanden:
VON PONTIUS ZU PILATUS SCHICKEN
dieser Spruch verdichtet noch einmal den Sinn der Ermüdung, Vergeblichkeit und Dummheit einer absurden Irreführung, wie sie in Bürokratien häufig auftritt.
Aprilox
Ochs wird auf sytirolish zu Ox. (Wie Fuchs zu Fux, etc.)