Kittn-Tschelee

Aus diesem Apfel wird Gold.

Gegen Ende Oktober ist es Zeit, die Quitten zu ernten und daraus einen wunderbar rotgoldenen Saft zu gewinnen, der bald stockt und als Brotaufstrich zum Frühstück oder als Beigabe zum Wild genossen wird.

Wer das Fruchtfleisch weiter verwerten will, trocknet die dünn gestrichene Masse am Ofen und gewinnt daraus Quitten-Brot, das von den Kindern wie ein Frucht-Bonbon gelutscht werden kann.

Die Quittenfrucht, ob Apfel- oder Birnenquitte, heißt auf sytirolish Kitte.

Beim gestockten Fruchtsaft wird es a bissl „ausländischer“, da sagt man „Tschelee“ nach dem Hochdeutschen „Gelee“.

Es ist kein Ruhmesblatt für die deutsche Sprache, dass sie kein eigenes Wort hat für das französische „Gelée“, sondern es nur angleicht auf „Gelee“ und das auch nicht mit Sch statt G ausspricht.

Um dem abzuhelfen, hier ein Vorschlag:

Gleich zu (Erdäpfel-) Stampf statt (Kartoffel-) Püree würde sich anbieten Quitten-Stock oder Quitten-Klar oder gar Quitten-Gold.

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