Worte machen Menschen (Glosse).
Das englische Wort Crash hat sich auf Deutsch eingebürgert für Verkehrsunfall, Zusammenstoß, Aufprall. Siehe Artikel Crash.
Der Grund, warum nicht das deutsche Schwesterwort Krach für diese Bedeutung hergenommen wird, ist, weil Krach schon zweifach besetzt ist. Im Norddeutschen bedeutet das Wort Lärm machen oder sich streiten (“hatte Krach mit“).
Übrigens ist engl „crack“ dem dt. „krach“ etymologisch am nächsten.
Es tut einen Kracher wäre die süddeutsche Alternative, auch wenn damit bei uns in Sytirol ein „Schweizer-Kracher“, sprich ein Silvesterböller, gemeint ist.
Immerhin hat die normgebende BILD-Zeitung letzthin Gnade walten lassen und zweimal das deutsche Wort „krachen“ verwendet (15 mar 26).
Screenshot
Die echte Alternative zu Crash
ist süddeutsch/tyrolish „Tusch“. „Do håt’s an Tusch toun“.
[man merkt den Franz-Einfluss “toucher“!]
Noch zacher wäre: „Do håt’s an Tschinderer toun“.
Und ganz un gar ur-tyrolish wäre
„Schnöll“
“An Schnöll håts getuun“
„Zommschgnöllt sein sie, de zwoa Grattn“
vgl „Goaslschnöller“ und “die Goasl schnölln“ (mit der Peitsche schnalzen)
Aus der Reihe „Kleider machen Leute, Worte machen Menschen“ monatlich auf dekas.blog